ИЛЬЯ ЧЛАКИ - DIE LEKTION (Урок)

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              И Л Ь Я   Ч Л А К И

    DIE LEKTION (Урок)

    Aus dem Russischen von Oliver Tettenborn

     

     

    Handelnde Personen:

     

    Herr Maier, der Klassenlehrer

    Andrej

    Konstantin

    Garri

    Lena

     

     

     

    Ein Klassenzimmer. Der Lehrer sitzt hinter seinem Tisch und schreibt etwas. Kostja, Andrej Garri und Lena kommen herein.

     

    KONSTANTIN:        Guten Tag, Herr Maier.

    GARRI:        Ich grüße Sie.

    ANDREJ:        Wie geht’s?

    LENA:        Hi.

    Der Lehrer schreibt weiter.

    HERR MAIER:        Kommt rein, setzt euch.

    GARRI:        Mit Vergnügen, ich liebe es, zu sitzen.

    KONSTANTIN:        Wir können nicht lange bleiben, müssen noch Hausaufgaben machen.

    LENA:        Ich sitz’ eh’ nich’ gern.

    KONSTANTIN:        Ja, das sagt sie mir auch ständig.

    LENA:        Lieber lieg’ ich.

    KONSTANTIN:        Bei wem?

    LENA:        Nicht bei dir.

    KONSTANTIN:        Man müsste für sie eine Couch im Klassenzimmer aufstellen.

    GARRI:        Eine Doppelcouch.

    ANDREJ:        Wir sind da, Herr Maier.

    KONSTANTIN:        Herr, Herrr, Herrrrr... (springt) Ein tolles Wort. Lenka, gefällt dir dieses Wort? Hör mal zu: Heerrr. Na?

    LENA:        Idiot!

    ANDREJ:        Schade, dass Sie kein Russisch verstehen.

    KONSTANTIN:        Herrr, das bedeutet Herr. Was zwischen den Beinen baumelt.

    GARRI:        Ich würd` gern rauchen, gospodin...

    KONSTANTIN:        Herr!

    GARRI:         Darf man hier rauchen? Aber leider habe ich keine Zigaretten. Hab’s total verpennt. Kann ich schnell `mal?

    LENA:        Ich möchte schlafen.

    GARRI:        Komm her.

    LENA:        Wärmst du mich?

    GARRI:        Ja, und streichel dich...

    LENA:        Du bist aber heißblütig.

    KONSTANTIN:        So sind die Georgier

    ANDREJ:         Hier sind wir also, mit uns kann man einfach nichts anfangen. Ich hoffte, wir würden über unmögliches Verhalten reden, über das zerrüttete Verhältnis, über Polizei, Gefängnis...

    KONSTANTIN:        Aber eigentlich ist es schon zu spät, darüber zu reden.

    ANDREJ:        So zum Abschied vielleicht...

    KONSTANTIN:        Gegen den Direktor kommst du nicht an.

    GARRI:        Was tun wir also noch hier, Lenka?

    LENA:         Mir gefällt es, so mit unserem Lehrer zu plaudern, er ist so nett und gebildet...

    Der Lehrer schaut von seinen Papieren auf, betrachtet die Jugendlichen.

    HERR MAIER:        Ich habe ein Theaterstück geschrieben.

    ANDREJ:        Wie?

    KONSTANTIN:        Ein Theaterstück, sagt er, hat er geschrieben. Sie sind ein großer Mann, Herr Maier, und wir sind stolz darauf, dass Sie unser Klassenlehrer sind.

    LENA:        Sag’ ich doch. Er ist sooo klug!

    HERR MAIER:        Für euch hab’ ich’s geschrieben. Ihr werdet die Darsteller sein.

    LENA:        Na, klasse!

    KONSTANTIN:        Oho, ohne mich! Ich bin völlig unbegabt, zum Schauspieler fehlt mir das Zeug. Mit Garik ist es `was ganz anderes, er ist ein echter Künstler.

    ANDREJ:         Was sollen wir mit Ihrem Stück? Uns geht’s auch ohne es prima. Sag’ doch, Lenka!

    LENA:         Ich liebe eher Filme. Lassen Sie uns lieber einen Film drehen! Das ist so spannend! Wir werden berühmt, alle wollen Autogramme von uns, Interviews, wir werden bekannt wie bunte Hunde. Und Geld haben! Berge! Ich will eine Million! Und wer wird unser Regisseur? Sie vielleicht? Herr Maier...

    GARRI:         Lenka, was quatschst du da für ein dummes Zeug? Ich lass’ dich nicht gehen! Du bleibst schön bei mir.

    LENA:        Ich will aber zum Kino!

    GARRI:        Na gut, lass uns zusammen hingehen.

    LENA:        Ich werde Schauspielerin. Und du kannst schauen, wo du bleibst!

    GARRI:        Wie, wo ich bleibe? Ohne dich bleibe ich nirgendwo.

    ANDREJ:         Warum haben Sie uns bestellt, Herr Maier? Wenn Sie uns irgendwelche Fragen stellen, Anmerkungen machen wollen – bitte sehr, wir sind bereit, darauf zu antworten. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann entschuldigen Sie uns bitte, wir haben, wir Konstantin bereits sagte, noch Hausaufgaben zu machen.

    LENA:        Du bist ungehobelt, Andi. Er macht uns so tolle Angebote, und du...

    kONSTANTIN:        Kino, Theater – so ein Quatsch ist nix für mich. Ich entschuldige mich, aber meine Mama wartet auf mich.

    LENA:         Schrecklich schade! Ich habe mich schon so gefreut: Eine Liebesszene mit Seufzern und Stöhnen – ah! Oh! Uh! Ich liebe Pornos: Sie geht zu ihm, legt ihre Arme um seinen Hals... Er packt sie, wirft sie auf den Tisch, reißt ihr das Kleid vom Körper, wirft sich auf sie, wie ein hungriges Tier, und es fängt an! Herr Maier, wie viel bringt so ein Drehtag ein?

    GARRI:        Recht hast du, Lena! Richtige Frage!

    HERR MAIER:        Er bringt euch ein, dass es euch nicht ganz so schlecht ergeht.

    LENA:        Diese Summe verstehe ich nicht.

    HERR MAIER:         Ich versuche, es so hinzubiegen, dass man euch nicht von der Schule wirft, versuche, den Direktor zu überzeugen, euch eine letzte Chance zu geben. Und ich werde dabei sein, wenn ihr die Eltern derjenigen, die ihr verhauen habt, auf Knien um Gnade bittet.

     

    Kurze Pause.